Klinische Studien:
Was sind klinische Studien und welche Vorteile haben Sie als Patient(in)?
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Zur Zeit nimmt unsere Praxis an folgenden klinischen Studien teil:
1. Roacterma bei früher Rheumatoider Arthritis
Roactemra ist ein Interleukin-6-Rezeptor-Antikörper, welcher im Jahr 2009 in Deutschland zur Therapie der Rheumatoiden Arthritis zugelassen wurde. Interleukin-6 ist wie TNF ein wichtiger Botenstoff der rheumatischen Entzündung. Mit dem Antikörper Roactemra wird der Botenstoff gehindert, an seinen Rezeptor anzudocken. Damit wird die Wirkung für Interleukin-6 abgeschwächt. Der Antikörper Roactemra wird über einen Zeitraum von einer Stunde infundiert. Die Studie soll prüfen, ob Patienten mit früher Rheumatoider Arthritis besser mit konventioneller Basistherapie (Methotrexat) oder einer Roactemra-Monotherapie oder einer kombinierten Methotrexat-/Roactemra-Therapie behandelt werden sollen.
2. Anti-B-Zell-Antikörper bei Rheumatoider Arthritis
Seit vielen Jahren wird der Anti-B-Zell-Antikörper Rituximab (Mabthera) bei Lymphomen und bei der Rheumatoiden Arthritis erfolgreich eingesetzt. Rituximab schaltet B-Lymphozyten ab, die für die Produktion von Rheumafaktoren zuständig sind. Es sind jetzt zwei weitere B-Zell-Antikörper, die an die gleiche Bindungsstelle wie Rituximab auf B-Zellen binden, entwickelt worden. Der Vorteil dieser neu entwickelten Antikörper ist, dass sie aus rein humanen Proteinsequenzen bestehen und somit weniger allergische Nebenwirkungen hervorrufen sollen als das bereits zugelassene Rituximab. In einer klinischen Studie soll geprüft werden, ob diese neuen B-Zell-Antikörper in gleicher Weise wirksam sind. Die Antikörper werden wie auch das bereits zugelassene Mabthera im Abstand von 14 Tagen intravenös infundiert, danach schließt sich eine halbjährliche Therapiepause an.